Methodik
Alltagstaugliche Umsetzung
Szenarien und Risiken
Rollierende Cashflow-Prognosen bilden nicht nur eine Basissicht, sondern auch Varianten ab. Szenarien mit unterschiedlichen Annahmen zu Umsätzen, Kosten und Zahlungszielen zeigen, wie sensibel die Liquidität reagiert. Diese Sicht unterstützt Entscheidungen zu Investitionen, Verhandlungen mit Partnern und der Gestaltung interner Richtlinien, ohne bestimmte Ergebnisse zu versprechen. Results may vary und bleiben stets von vielen Faktoren abhängig.
Technischer und fachlicher Prozess
Technische Struktur und fachliche Begleitung greifen ineinander, damit rollierende Cashflow-Prognosen dauerhaft nutzbar bleiben.
Datenlage und Ziele erfassen
Modellarchitektur gestalten
Auf Basis der erhobenen Informationen wird eine passende Modellarchitektur entwickelt. Fälligkeiten, Kategorien und Gegenparteien werden strukturiert abgebildet, sodass Ein- und Auszahlungen in einer rollierenden Zeitachse zusammenlaufen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Balance zwischen Detailtiefe und Handhabbarkeit. Ziel ist ein Modell, das aussagekräftig bleibt und dennoch mit vertretbarem Aufwand gepflegt werden kann.
Annahmen und Szenarien steuern
Review und Aktualisierung verankern
Ein klarer Review- und Aktualisierungsrhythmus stellt sicher, dass die rollierende Prognose aktuell bleibt. Regelmäßige Termine, Verantwortlichkeiten und Kontrollschritte werden festgelegt. In diesen Runden werden Ist-Werte mit der Planung verglichen, Abweichungen analysiert und Annahmen angepasst. Erkenntnisse fließen in Budgetrunden, Bankgespräche und interne Entscheidungen ein, ohne bestimmte Ergebnisse zuzusichern.
Integration in Steuerung sichern
Phasen der Einführung rollierender Liquiditätsplanung
Die Methodik von Dunarevio gliedert sich in klar umrissene Phasen, damit Verantwortliche jederzeit wissen, an welchem Punkt der Einführung sich das Unternehmen befindet und welche Schritte als Nächstes folgen.
Phase 1 – Analyse und Zieldefinition
Phase 2 – Konzeption des Prognosemodells
Phase 3 – Implementierung und Probelauf
In der Implementierungsphase wird das Modell technisch und organisatorisch verankert. Datenquellen werden angebunden, Routinen für Exporte und Importe eingerichtet und erste Probeläufe durchgeführt. Beteiligte erhalten klare Anleitungen, welche Schritte in welchem Rhythmus zu erledigen sind. Abweichungen aus den Testläufen werden genutzt, um Struktur, Annahmen und Szenarien zu schärfen, bevor der Regelbetrieb startet.
Phase 4 – Verfeinerung und Stabilisierung
Nach dem Start der regulären Nutzung folgt eine Phase gezielter Verfeinerung. Abweichungen zwischen Planung und Ist werden systematisch ausgewertet, wiederkehrende Muster identifiziert und Annahmen angepasst. Gleichzeitig werden Berichtsformate und Entscheidungsunterlagen an die Bedürfnisse von Geschäftsführung, Banken und Gremien angepasst. Ziel ist ein Modell, das sowohl fachlich robust als auch kommunikativ anschlussfähig ist.
Phase 5 – Verankerung im Regelbetrieb
Aufbau und Steuerung rollierender Cashflow-Prognosen
Methodik bedeutet hier ein präziser Rahmen: definierter Zeithorizont, fester Aktualisierungsrhythmus, klare Szenarien und enge Verzahnung mit Budgetprozessen. Dunarevio übersetzt diese Elemente in einen alltagstauglichen Ablauf, der kleinen Unternehmen eine belastbare Sicht auf kommende Zahlungsströme liefert.
Abschließend verankert die Methodik einen klaren Review-Prozess. In regelmäßigen Sitzungen werden die Ergebnisse der rollierenden Prognose mit den tatsächlichen Zahlungsströmen verglichen. Abweichungen werden nicht nur vermerkt, sondern systematisch ausgewertet. Daraus ergeben sich Anpassungen an Annahmen, Routinen oder Verantwortlichkeiten. So bleibt die Liquiditätsplanung kein statisches Modell, sondern entwickelt sich kontinuierlich mit dem Unternehmen weiter.
Praktische Hinweise für sofortige Verbesserungen
Regelmäßigkeit vor Umfang stellen
Mit stabilen Kernquellen beginnen
Zunächst mit wenigen, aber zuverlässigen Datenquellen starten, etwa Bankumsätzen und Offene-Posten-Listen. Weitere Details erst dann ergänzen, wenn der Grundprozess stabil läuft und Kapazitäten vorhanden sind.
Szenarien bewusst dokumentieren
Szenarien klar benennen und deren Annahmen schriftlich festhalten. Nur so lässt sich später nachvollziehen, warum sich Liquidität anders entwickelt hat als erwartet und welche Stellhebel tatsächlich gewirkt haben.
Berichte auf Entscheidungsfragen ausrichten
Berichte zur Liquidität auf die zentralen Fragen zuschneiden: kritische Zeiträume, Ursachen und mögliche Maßnahmen. Überladene Darstellungen vermeiden und lieber mit klaren, wiederkehrenden Formaten arbeiten.
Abweichungen als Lernimpuls nutzen
Strategiegespräch zur eigenen Situation
Ausgangslage
Ein Strategiegespräch klärt, wie der aktuelle Stand der Liquiditätsplanung aussieht und welcher Zeithorizont sinnvoll ist. Gemeinsam werden typische Engpässe, vorhandene Datenquellen und bestehende Routinen erfasst. Auf dieser Basis lässt sich einschätzen, ob ein kompaktes Setup, eine Optimierung bestehender Modelle oder eine begleitete Einführung der rollierenden Cashflow-Prognose angemessen ist. Ergebnisse können variieren und hängen von Datenqualität, Ressourcen und internen Strukturen ab.
Rhythmus
Im Gespräch wird der passende Aktualisierungsrhythmus für die rollierende Planung diskutiert. Wöchentliche oder zweiwöchentliche Zyklen werden den vorhandenen Kapazitäten gegenübergestellt. Ziel ist ein Ablauf, der verlässlich durchführbar bleibt und gleichzeitig ausreichend früh auf potenzielle Engpässe hinweist. Erste Ideen für Verantwortlichkeiten, Schnittstellen und Kontrollschritte werden gemeinsam skizziert.
Szenarien
Szenarien entfalten ihren Nutzen nur, wenn sie zur Realität des Unternehmens passen. Im Strategiegespräch werden zentrale Stellhebel identifiziert, etwa Umsatzschwankungen, Zahlungsziele oder größere Projekte. Daraus entstehen Vorschläge für ein Szenario-Set, das in der rollierenden Cashflow-Prognose abgebildet werden kann. So entsteht ein Rahmen, in dem unterschiedliche Entwicklungen strukturiert durchdacht werden können.
Integration
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Anbindung an bestehende Budget- und Planungsprozesse. Im Gespräch wird geprüft, wie die rollierende Cashflow-Prognose mit Jahresplanung, Investitionsentscheidungen und bankenseitigen Anforderungen verzahnt werden kann. Ziel ist eine konsistente Sicht, in der kurzfristige Liquiditätsplanung und mittelfristige Ziele zusammenpassen und Widersprüche frühzeitig sichtbar werden.